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Jeder kann sich am Projekt bluebox beteiligen und Animationen für das Haus erstellen. Wie das funktioniert, wird hier erklärt. Bei Fragen oder Problemen, kannst Du Dich an das BlinkenArea Forum wenden. Deinen fertigen Film kannst Du an bluebox (at) blinkenarea.org senden.


Generelles

Als Dateiformat für die bluebox-Animationen wird das bml-Format verwendet. Die Blinkenlights Markup Language wurde von Projekt Blinkenlights eingeführt und hat sich für blinkende Anwendungen etabliert. Die Auflösung der Filme muss 98 x 7 Pixel betragen und es können bis zu 128 Graustufen verwendet werden.

Bedenke, dass eine 98 x 7 Animation mit 128 Graustufen auf dem Haus nicht so aussieht wie auf Deinem Computer. Erstens ist das Seitenverhältnis anders, da die Fenster nicht genau übereinander sind, der Abstand der Stockwerke ist dazwischen. Somit wird der Film vertikal gestreckt. Du kannst Deine Animation mit dem Simulator testen, um zu sehen, wie es in etwa aussehen wird. Zweitens werden durch die Fertigungstoleranzen und die Trägheit der Baustrahler die Graustufen anders dargestellt. Zwei unterschiedliche dicht beieinander liegende Graustufen können mit zwei nebeneinander stehenden Baustrahlern für das menschliche Auge gleich aussehen. Achte bei Deinen Animationen auf guten Kontrast.


Blimp

Blimp ist in Java geschrieben und somit auf allen Plattformen ausführbar für die es eine entsprechende Java Laufzeitumgebung gibt. Auf java.com können Versionen für Linux, MacOS X, Windows und Solaris heruntergeladen werden. Mac OS(X) Benutzer können über "Software Update" im Apfelmenü ihr Java aktualisieren. Blimp kann lokal als Applikation [53 KB] aber auch online oder offline mit einem Browser (Applet) verwendet werden.

Bei grafischen Oberflächen kannst du das jar file in der Regel mit einem Doppelklick öffnen. Wenn nicht, kannst du es mit java -jar Blimp.jar aus einer Konsole (Eingabeaufforderung) starten. Öffnest du es als Applet mit einem Browser, startet es automatisch.

Auflösung einstellen Aspect 0.32 Speichern als bml

Mit Blimp ist es möglich, Bilder bzw. Animationen zu erstellen oder zu veränden und sie dann im bml-Format für bluebox zu speichern. Blimp bietet einige einfache Zeichenfunktionen und Effekte, weiterhin ist es möglich Bilder und Bildsequenzen in gängigen Formaten wie png, jpg oder gif zu importieren. Man kann also mit einem Animationsprogramm (was in der Regel kein bml speichern kann) einen 98 x 7 Film erstellen, als Bildsequenz speichern, in Blimp importieren und dann als bml speichern. Um den Film im richtigen Seitenverhältnis zu sehen, kann der Wert "aspect" eingestellt werden. Für bluebox beträgt er 0,32 [Fensterbreite + Rahmen / Geschosshöhe = 0,90m / 2,84m ~ 0,32].

Tips zur Benutzung von Blimp für bluebox

Neben der Einstellung des richtigen Formats "98x7-1/128" unter "Edit" "Resize Movie" und des korrekten Aspekt-Wertes von 0.32 (siehe roten Kreis im Screenshot), ist es sinnvoll ein paar Regeln einzuhalten, wenn der Film nachher auf dem Blauen Bock klar erkennbar sein soll:

  1. Viel Kontrast

    Die Bauscheinwerfer hinter den Fenster leuchten nicht alle gleich hell, da es produktionsbedingt Unterschiede in der Leuchtkraft der Halogenlampen gibt. Da dieser Effekt feine Abstufungen in den Bildern nicht erkennbar machen kann, solltest Du darauf achten, dass die Bilder sehr kontrastreich sind. Es ist hier nicht notwendig, nur schwarz und weiss zu verwenden, aber ähnliche Grautöne direkt nebeneinander sind wahrscheinlich nicht voneinander zu unterscheiden. Gute Ergebnisse erzielst Du, wenn Du Dich auf 3 oder 4 Graustufen (schwarz, dunkelgrau, hellgrau, weiss) für Standbilder beschränkst. Die vollen 128 Graustufen lassen sich dagegen sehr gut für Übergänge einsetzen - sowohl in örtlicher (z.B. links hell, rechts dunkel) als auch in zeitlicher Dimension (z.B. erst weiss und dann wird es langsam dunkel).

  2. Nicht zu schnell

    Wenn Du vor dem Blauen Bock stehst, kannst Du nur schwer mit einem Blick die gesamte Fläche der Hausfront erfassen, Du muss mit den Augen über die Front wandern, um das gesamte Bild zu sehen. Das gelingt nur, wenn der Film nicht zu schnell abläuft. Beispielsweise sollten Einzelbilder, die nicht Teil einer animierten Bewegung sind, durchaus 1000 bis 2000 Millisekunden eingeblendet werden. Dann können die Symbole oder Worte auch von Passanten erfasst werden, die diesen Fim zum ersten Mal sehen.

  3. Mehrere Pixel nebeneinander

    Die Pixel des Blauen Bocks sind nur etwa ein drittel so breit wie sie hoch sind. Daher must Du z.B. 3 Pixel nebeneinander verwenden, wenn Du ein kleines Quadrat darstellen möchtest. Generell ist es sinnvoll, in horizontaler Richtung mehrere Pixel nebeneinander für grafische Strukturen (z.B. Linien) zu verwenden. Auch bei flächigen Symbolen (z.B. Herzen) solltest Du darauf achten, diese breit genug darzustellen.

  4. Ausreichend horizontaler Abstand

    Die Fenster des Blauen Bocks sind nicht alle durch Wände voneinander getrennt. Daher leuchten benachbarte Fenster eines eingeschalteten Fensters mit. Damit feine Grafikstrukturen (wie z.B. bei Text) nicht verwischen und damit nicht mehr erkennbar sind, solltest Du darauf achten, dass Du in horizontaler Richtung genügend Abstand (3-4 Pixel) zwischen den Linien lässt. Der Blaue Bock hat 98 Pixel in der Breite - da kannst Du ruhig mal ein paar mehr freilassen.


Scroller Perlscript

[Ein mit dem Scroller Perlscript erstelltes bml]Mit diesem Script können Bilder die größer als die gewünschte Ziel-Auflösung sind, in einen Film im bml-Format konvertiert werden der das Bild durchscrollt. Ist das Bild zu hoch, wird es von oben nach unten gescrollt, ist es zu breit, von links nach rechts. Wenn die Ausgangsgrafik zu hoch und zu breit ist, wird im "ZickZack" von oben links nach unten rechts gescrollt. Die Geschwindigkeit ist einstellbar. (Auf das Bild klicken um den Film als animiertes gif anzusehen [2,8 MB])

Um das Script benutzen zu können, wird Perl, z.B. ActivePerl (Perl Distribution für AIX, HP-UX, Linux, Mac OS X, Solaris und Windows) und ein Programm, was Bilder im pgm-Format (Portable Gray Map) speichern kann, z.B. The GIMP (freies Grafikprogramm für Linux, BSD, Solaris, Mac OS X und Windows) benötigt.

Wenn das Bild im pgm-Format (raw) vorliegt kann das Script mit folgender Syntax aufgerufen werden:

perl scroller.pl <pgm-image> <width> <height> <bml-output> [<interval>]

<pgm-image> = Name des Quellbildes im pgm-Format (raw)
<width> = Breite die der Zielfilm haben soll (bei bluebox 98)
<height> = Höhe die der Zielfilm haben soll (bei bluebox 7)
<bml-output> = Name unter dem der Zielfilm gespeichert werden soll
[<interval>] = so lange wird ein Frame des Zielfilmes angezeigt (in ms)

Beispiel: perl scroller.pl testbild.pgm 98 7 testfilm.bml 120

http://stefan.blinkenarea.org/scroller.pl

Filme mit MPlayer in das bml-Format konvertieren

Um Filme z.B. im avi Format in das bml-Format zu bringen, kann MPlayer bemüht werden. Leider ist die Funktion nicht standardmäßig aktiviert. Das bedeutet, wenn Du fertige Pakete benutzt, wie sie von diversen Linux-Distributionen bzw. für Mac OS und Windows zum Herunterladen angeboten werden, funktioniert es nicht. Du musst Dir die Quellen laden und MPlayer selbst kompilieren. Das ist mit Linux nicht weiter schwierig, für Windows und Mac OS gibt es keine Erfahrungen bei uns. Wenn jemand MPlayer binaries mit eingeschaltetem bml Support hat, würden wir uns über eine Mail an bluebox (at) blinkenarea.org sehr freuen.

MPlayer mit Linux kompilieren:

Quellen herunterladen
Wenn Du die "Binary Codec Packages" benutzen möchtest, musst Du Sie ebenfalls laden und in /usr/local/lib/codecs/ auspacken.
Sourcen auspacken
tar -jxf MPlayer-x.xx.tar.bz2
in das Verzeichnis wechseln
cd MPlayer-x.xx
configure mit Parameter --enable-bl aufrufen, um den bml Support einzuschalten
./configure --enable-bl
kompilieren
make
installieren
make install

Das zu konvertierende Video sollte in einer Auflösung vorliegen, die ein Vielfaches von 98 x 7 ist, z.B. 196 x 14. Es können auch andere Auflösungen verwendet werden, aber ein 640 x 480 Video auf 98 x 7 konvertiert, wird nicht schön aussehen. Du solltest also lieber vorher einen geeigneten Ausschnitt wählen und es so beschneiden, dass das Seitenverhältnis stimmt. Kleiner als 196 x 14 darf das Video nicht sein, denn dann ist es für MPlayer zu klein. Praktisch ist es auch, vorher dass Video mit einem Jpeg-Codec zu encoden, da nur in diesem Format Schwarz auch wirklich als Schwarz ins .bml Format übersetzt wird. Bei anderen Formaten z.B. mp4 oder Raw wird die erste Graustufe, nicht als 0 sondern als 1 gespeichert.

Hast Du nun einen Videoschnipsel mit einer Auflösung von z.B. 196 x 14 Pixeln, kann es konvertiert werden.

mplayer vo bl:grayscale:file=test.bml zoom vf scale=196:14 test.avi

[Ein mit Digicam, VirtualDub, MPlayer und BlinkenTools erstelltes bml]Nun hast Du ein bml, aber die Auflösung stimmt noch nicht. Mit Blimp oder BlinkenConv aus der BlinkenLib kannst Du das Video mit den Resize oder Scale Funktionen auf 98 x 7 und 128 Graustufen (oder weniger Graustufen) bringen. Rechts ist ein Beispiel. Das Video wurde mit einer einfachen Digicam gefilmt, mit VirtualDub geschnitten, mit MPlayer konvertiert und mit BlinkenTools auf 98 x 7 skaliert. (Auf das Bild klicken um den Film als animiertes gif anzusehen [3 MB])


3D-Animationen mit Blender erstellen und mit MPlayer konvertieren

Efelon hat dazu eine schöne Anleitung geschrieben, der es nichts hinzuzufügen gibt. Danke!

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